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Karl-Heinz Grasser vor Rückkehr in die Politik: „Ich will Justizminister werden!“

Karl-Heinz Grasser © ORF ZIB 2 / ORF TVTHEK
Karl-Heinz Grasser © ORF ZIB 2 / ORF TVTHEK

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sorgt in der Bundespolitik für Aufregung. Das frühere FPÖ-Mitglied und Minister der Regierung Schüssel war zuletzt in Zusammenhang mit dem Meischberger-Freispruch in den Schlagzeilen. Nun will er sich wieder der Politik zuwenden.

„Die Politik war immer mein Zuhause. Ich will Justizminister werden“, so Grasser gegenüber der Morgenpost. Das Immobiliengeschäft, in dem er zuletzt gemeinsam mit E. K. Plech tätig war, sei im „zu schmutzig“. Nun möchte er wieder in ein sauberes und ehrliches Milieu wechseln.

„Korruption und Geldwäsche sind in Österreich einfach nicht tolerierbar.“

K.H. Grasser: „In einem Land, in dem offenkundige Schwerverbrecher auf freiem Fuß leben, braucht es einen Justizminister, der sich mit der Thematik gut auskennt. Korruption und Geldwäsche sind in Österreich einfach nicht tolerierbar. Dagegen möchte ich etwas unternehmen.“

Die Gerüchte und Ermittlungen wegen angeblicher Untreue haben ihn auch privat schwer getroffen. Grassers Frau Fiona Swarovski zog mit den Kindern einstweilen zu ihrer Mutter. „Alle haben gesagt, dass mein Mann untreu gewesen sein soll. Das hat mich zu tiefst verletzt. Noch dazu, weil ihm auch meine ganze Familie immer finanziell ausgeholfen hat, wenn es notwendig war. Und dann soll er mir untreu gewesen sein? Das konnte ich nicht begreifen.“

Das Kindermädchen und die Haushälterinnen wurden nach Bekanntwerden der Untreue-Vorwürfe sofort entlassen. Fiona Swarovski musste danach Arbeit, Kindererziehung und Haushalt unter einen Hut bringen. „Das waren schwere Zeiten. Die Swarovski-Steinderl verkauften sich nicht von alleine. Und dann waren da auch noch die Kinder und das große Anwesen musste geputzt werden. Sie können sich das nicht vorstellen“, so Fiona Swarovski. Karl-Heinz Grasser sah die Situation eher gelassen: „Fiona standen die Haare zu Berge. Das wird mir sicher nie passieren – darauf achte ich immer!“

Auf die Frage, weshalb er sich nun neuen Aufgaben widmen möchte, da seine Familie und er doch finanziell eigentlich kaum Sorgen haben müssten, sagt Grasser: „Meine Ersparnisse gehen langsam zu Ende und ich möchte wieder selbst für ein geregeltes Einkommen sorgen. Das hat damals in der Politik schon super funktioniert. Da hatte ich  immer etwas Geld auf der hohen Kante. Ich will nicht mehr vom Taschengeld meiner Frau abhängig sein und meine Schwiegermutter kann mir leider auch kein Geld mehr leihen.“

Grasser möchte jedoch nicht bis zur nächsten Nationalratswahl warten, um Justizminister zu werden. Er wird noch diese Woche der ÖVP beitreten – diesmal offiziell – und hat laut eigenen Angaben bereits bei Erwin Pröll vorgesprochen. „Ich werde der Wirtschaftskriminalität endlich das Handwerk legen!“


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