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Neue Strategie der Volkspartei: ÖVP ändert Farbe zu Babyblau.

R. Mitterlehner © ORF ZIB 2 / ORF TVTHEK
R. Mitterlehner © ORF ZIB 2 / ORF TVTHEK

Die österreichische Volkspartei feierte vor wenigen Tagen erst ihr 71-jähriges Bestehen. Am Sonntag wurde die Stimmung durch die Schlappe bei der Bundespräsidentschaftswahl getrübt. ÖVP-Kandidat Andreas Khol landete mit nur 11,1% der Stimmen auf dem vorletzten Rang. Nun will man die Partei neu ausrichten.

Seit ihrer Gründung hat sich an der Politik der ÖVP kaum etwas geändert. Das sehen vor allem junge Parteifreunde und Mitglieder kritisch. Seit Jahren verlieren die Schwarzen an Wählerstimmen. Umso wichtiger ist es die Partei grundlegend zu erneuern. Deshalb entschied man sich mit Blick auf die Nationalratswahlen 2018 für eine neue Parteifarbe: Babyblau.

Parteiobmann Mitterlehner erklärt: „Wir haben am letzten Wahlsonntag feststellen müssen, dass uns viele Menschen nicht mehr ernstnehmen. Als traditionelle Großpartei tut uns das sehr weh. Daher haben wir uns entschieden für die nächsten Wahlen einiges zu ändern. Anfangen werden wir mit unserer Farbe. Schwarz wirkt doch sehr trist. Wir haben uns deshalb nun für Babyblau entschieden.“

Mehr Sympathie durch freundlichere Farben.

Der Vorschlag für diese Farbe soll von Außenminister Sebastian Kurz gekommen sein. „Mein Zimmer ist auch heute noch in Babyblau gestrichen. Das erinnert mich dann immer an die Schulzeit und ich vermisse meine Eltern nicht so arg“, so Kurz.

Die ÖVP soll durch die neue, helle Farbe wieder sympathischer für Jungwähler werden. Zudem ist man parteiintern davon überzeugt, dass sich viele politisch-uninteressierte Wähler nicht an den Inhalten, sondern besonders an ihren Lieblingsfarben orientieren. Babyblau soll in Österreich weitaus beliebter sein, als schwarz.

„Die Anzahl der Gothic-Anhänger und Emos nimmt immer weiter ab. Deshalb ist schwarz in der Politik nicht mehr zeitgemäß“, so Klubobmann Reinhold Lopatka. „Wir wollen ja nicht, dass uns nur die schon vorher unzufriedenen Menschen wählen. Für die Unzufriedenheit können wir auch nach der Wahl immer noch selbst sorgen.“

Außerdem hat dieser Schachzug auch einen psychologischen Hintergrund. In den nächsten zwei Jahren stehen insgesamt 4 Wahlen an, bei denen man mit neuen Tricks auf Stimmenfang gehen will. „Wir hoffen, dass einige Wähler uns zukünftig öfter mit der FPÖ verwechseln. Dadurch könnten wir noch ein paar Prozent gut machen“, erklärt Reinhold Mitterlehner gegenüber der Morgenpost. Vor allem, wenn man am Wirtshausstammtisch von den „Blauen“ spricht, will man zukünftig auch ein Wörtchen mitzureden haben.

Auch in der SPÖ tut sich unterdessen etwas. Bundeskanzler Werner Faymann hat den Vorschlag eingebracht von Rot auf Weiß umzusteigen. Dadurch könnte man noch mehr Wahlplakate mit mehr Inhalten drucken, weil man sich die teure Farbe spart. „Das weiße Beatles-Album zählt zu den erfolgreichsten Alben der Geschichte. Warum soll das nicht auch mit der SPÖ funktionieren?“, sagt Faymann.


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@dieMorgenpost

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